Der erste Bayernliga-Spieltag der Sitzballer in Aschaffenburg
war von der Spannung her kaum zu überbieten und ausgeglichen
wie schon seit Jahren nicht mehr. Die Weilheimer starteten mit
ungefährdeten Siegen gegen Schweinfurt mit 26:22 und gegen den
Topfavoriten und amtierenden Bayernligameister Rosenheim mit
27:20.
Gegen den klaren Außenseiter Aschaffenburg konnten
die Weilheimer Schlagmänner Riedl und Seitz sich nicht gegen
den hervorragenden Block vom Aschaffenburger Jürgen Frank
durchsetzten und verloren mit 28:22.
Gegen Regensburg hielten die Weilheimer lange Zeit das
Spiel offen, mussten sich am Ende aber mit 29:22 geschlagen
geben. Im letzten Spiel gegen Nördlingen fanden sich die
Weilheimer wieder und gewannen mit 25:22.
Am Ende mussten sich die RSV'ler mit dem dritten Platz
begnügen. Hoffnung macht der eine Punkt Abstand auf
Tabellenführer Rosenheim, so dass die Weilheimer sich aufgrund
der 3-Punkte-Regel für den 2. Spieltag alle Optionen
freihalten konnten.
Nach dem Abschied von Wolfgang Hirschvogel und dem Fehlen
von Ernst Ellinger, muss man der neuformierten
Hintermannschaft um Debütant Alfons Wittmann noch ein wenig
Zeit geben um sich zu finden. Für ein gutes Abschneiden bei
den Deutschen Meisterschaften vom 23.04.- 24.04. in Hausen ist
daher noch viel Trainingsarbeit angesagt.
Der RSV spielte mit: Lorenz Blob (Landsberg), Peter Dill (Riederau),
Christian Riedl (Forst), Dominik Seitz (Tutzing), Holger
Spieker (Tutzing) und Alfons Wittmann (Schongau).
Am 2. Spieltag der Bayernliga setzten sich die Weilheimer
eindrucksvoll durch und wurden Bayerischer Meister 2004, zum
zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte und qualifizierten sich
gleichzeitig für die Deutschen Meisterschaften 2005.
Durch
einige Ausfälle und die kurzfristige Absage von Ernst Ellinger
reisten die Weilheimer stark ersatzgeschwächt und ohne große
Ambitionen zu diesem Turnier an. Auch bestand die Gefahr sich
nicht für die Deutschen Meisterschaften im Jahr 2005 zu
qualifizieren, was nach dem Deutschen Vizemeistertitel im
April 2004 für den Verein ein Desaster gewesen wäre.
Im ersten Spiel gegen Aschaffenburg starteten die
Weilheimer nervös, konnten sich dann aber steigern und
gewannen nach spannendem Verlauf knapp mit 26 : 25.
Im zweiten Spiel ließen die Weilheimer unter den gegebenen
Umständen die erste Überraschung folgen. Der mehrmalige
Bayerischen Meister Regensburg konnte mit 24 : 23 knapp
besiegt werden. Danach gewann der RSV gegen Nördlingen mit 25
: 23 und gegen Schweinfurt mit 28 : 24.
Im letzten Spiel ging es dann um alles und die Weilheimer
witterten Ihre Chance. Gegen Vorjahresmeister Rosenheim hätte
schon ein Unentschieden genügt, da die Rosenheimer gegen
Regensburg nur ein Remis erreichten.
Die Weilheimer kämpften vorbildlich, lagen kurz vor Schluss
mit zwei Punkten zurück, rissen die Partie aber noch einmal
herum und erreichten das ersehnte Unentschieden fast mit der
Schlusssirene. Danach ließen die RSV'ler ihren Emotionen
freien Lauf und feierten den Bayerischen Meistertitel.
In dem durch die Absagen völlig durcheinandergewirbelten
Team muss man Dominik Seitz herausheben. Der
Jungnationalspieler lieferte wohl seine beste Leistung im
Trikot des RSV ab. Die Abwehr um Lorenz Blob, Alfons Wittmann
und Peter Dill (rarara) kämpfte vorbildlich und steigerte sich
von Spiel zu Spiel. Auch Spielertrainer und Oldie Holger
Spieker der nach langer Zeit im Angriff ran musste, wusste zu
überzeugen.
Der RSV spielte mit: Lorenz Blob (Landsberg), Peter Dill (Riederau),
Dominik Seitz (Tutzing), Holger Spieker (Tutzing) und Alfons
Wittmann (Schongau).
Von links: Christian Riedl, Lorenz Blob, Holger Spieker,
Dominik Seitz, Alfons Wittmann, Peter Dill