Der RSV begann gegen Bühl (Baden) durchwachsen und konnte den Sieg gerade noch mit 25:24 einfahren. Danach wurde Holleben (Sachsen-Anhalt) mit 29:20 besiegt.
Da die Weilheimer im Gegensatz zu den anderen Teams, die mit bis zu 5 Auswechselspieler angereist waren, nur ihr Rumpfteam aufbieten konnten und mit den Kräften Haushalten mussten, wurde das Spiel gegen den Turnierfavoriten Emmelshausen-Koblenz (Rheinland-Pfalz) nach hohem Rückstand gleich zu Beginn mit 21:31 abgeschenkt.
Gegen den amtierenden Deutschen Meister Pforzheim konnte eine 3 Punkte Führung nicht gehalten werden und das Spiel wurde mit 23:27 verloren. Gegen Dresden ließen die Weilheimer nichts anbrennen und gewannen klar mit 29:21. Somit standen am ersten Tag 4 Siege und zwei Niederlagen zu Buche.
Den zweiten Tag begannen die Weilheimer voll motiviert, verloren aber mit viel Pech gegen Euskirchen mit 27:28. Dann folgte eine Siegesserie die Ihresgleichen sucht. Die Weilheimer spielten sich in einen Rausch und gewannen gegen Ludwigshafen mit 28:27.
Bayernligakonkurrent Regensburg und Stuttgart wurden durch Kantersiege mit 35:16 und 39:17 regelrecht demontiert. Auch Osterholz-Scharmbeck (Niedersachsen) und Walsum (Nordrhein-Westfalen) konnten die Weilheimer nicht stoppen und die Weilheimer gewannen mit 28:22 bzw. mit 30:21.
Durch diese Siegesserie hatten die Weilheimer das zahlreiche Publikum auf sich aufmerksam gemacht und die Halle stand Kopf als der mehrmalige Deutsche Meister Oberhausen von den RSV’lern mit 28:26 besiegt wurde und dadurch Koblenz-Emmelshausen vorzeitig zur Meisterschaft verholfen wurde.
Die Stimmung um die aufopferungsvoll kämpfenden Weilheimer stieg immer mehr und so setzten die Weilheimer ihre Siegesserie auch gegen den klaren Favoriten Schwerte (Nordrhein-Westfalen) fort und gewannen knapp aber verdient mit 25:24.
Der RSV war nicht mehr aufzuhalten und gewann gegen Gastgeber Hausen (Hessen) knapp mit 26:25 und auch Rosenheim war beim 31:21 chancenlos.
Danach lagen sich die Weilheimer entkräftet und den Tränen nahe in den Armen. Als dann die Meldung über die Vizemeisterschaft, die punktgleichen Oberhausener wurden aufgrund des direkten Vergleichs Dritter, die Runde machte, konnten es die RSV’ler nicht glauben. Der größte Vereinserfolg und seit 31 Jahren das beste Ergebnis einer Bayerischen Mannschaft in diesem Wettbewerb, einfach phänomenal.
Bei der Abendlichen Siegerehrung wurden die Weilheimer mit Standing Ovations zur Silbermedaille begleitet. Sie hatten sich mit Ihrem Kampfgeist und ihrer Willensstärke in die Herzen der Zuschauer gespielt. Als dann noch Dominik Seitz (Tutzing) zum drittbesten Spieler des Turniers gekürt wurde, war der Abend perfekt und es konnte gefeiert werden.
Der RSV spielte mit: Lorenz Blob (Landsberg), Christian Riedl (Forst), Dominik Seitz (Tutzing), Holger Spieker (Tutzing) und Werner Wohlfart (Hohenpeißenberg).


























