Die Akteure aus dem Freistaat hatten dazu auch wahrlich Grund: Das Team „Bayern I“ mit Dominik Seitz und Christian Riedl vom RSV Weilheim holte bei den 23. Europameisterschaften in der Peißenberger Glück-Auf-Halle Bronze.
“Es war schon ein Ziel als bayerische Mannschaft in Bayern eine Medaille zu holen“, sagte Christian Riedl, während er völlig verschwitzt auf der Tribüne saß. „Auf dem Niveau ist das schon sehr anstrengend“.
Mit etwas mehr Glück hätte „Bayern I“ sogar Silber gewinnen können. Am Ende lag das Team nämlich mit dem Zweiten „Baden“ nach Punkten gleichauf. Im direktem Duell zogen die Bayern aber nach spannendem Spiel, bei dem sie zunächst einen großen Rückstand hinterherlaufen mussten, mit 23:24 den kürzeren.
„Am Anfang haben wir ihnen einfach zu viele Punkte gelassen“, so Riedl. Ansonsten wurde „Bayern I“ nur noch vom souveränen Turniersieger, dem „Team Deutschland“ besiegt (23:27). Das Freistaat-Quintett wehrte sich tapfer, doch die Nationalspieler erwiesen sich als schlagkräftiger.
Ordentlich verkaufte sich die Mannschaft von „Bayern II“, bei der RSV-Mitglied Lorenz Blob sowie die beiden Penzberger Florian und Hans Hohenauer mitwirkten. Zwei Siege bedeuteten Rang neun.
Wichtiger als die Bronzemedaille war für Riedl, zugleich Vorsitzender des EM-Ausrichters RSV Weilheim, dass das Turnier reibungslos ablief. „Wir sind von allen Anwesenden der kleinste Verein, haben nur zehn aktive Sitzballer“, so der Forster.
Hotelzimmer, ein kostenloses Mittagessen für die Aktiven und der gleichen galt es zu organisieren. „Das haben wir alles über Spenden und Sponsoren gemacht.“ Schade, das nur wenig Zuschauer den Weg in die Glück-Auf-Halle fanden. Die Leistungen hätten ein größeres Publikum verdient gehabt.

